Teilzeit- und Nebenjobs für Expats.
EU/EFTA-Bürger und Personen mit Ausweis C dürfen jeden Nebenjob annehmen; mit Ausweis B/L aus einem Drittstaat fragst du zuerst den Kanton. Danach: Quellensteuer auf dem zweiten Lohnzettel (nenne beiden Arbeitgebern dein Pensum), AHV, die 8-Stunden-Regel bei Unfällen, wo Expats Arbeit finden und die Umgangsformen, die dir neue Aufträge bringen.

Expats dürfen wie alle anderen Nebenjobs annehmen. Zwei Dinge sind anders: die Frage des Ausweises und die Quellensteuer auf dem zweiten Lohnzettel.
Hast du einen EU/EFTA-Pass oder einen Ausweis C, brauchst du für einen Nebenjob keine Bewilligung. Kam dein Ausweis B über einen Arbeitgeber aus einem Nicht-EU-Land, muss zuerst der Kanton zustimmen. Danach gelten dieselben Regeln wie für Schweizer – AHV, Unfallversicherung, Steuern – mit einer Falle: Ein zweiter Arbeitgeber, der nichts vom ersten weiss, zieht zu viel Quellensteuer ab. Diese Seite erklärt die Regeln, wo Expats Arbeit finden und die Umgangsformen, die dir neue Aufträge bringen.
- Prüfe deinen Ausweis.EU/EFTA, C, Familiennachzug: frei. B/L aus einem Drittstaat über einen Arbeitgeber: Frag den Kanton.
- Nenne beiden Arbeitgebern dein Gesamtpensum.Die Quellensteuer wird darauf berechnet. Schweigen kostet dich Geld.
- Wähle einen Auftrag, bei dem dein Hintergrund hilft.Englischstunden, Expat-Haushalte oder die universellen Aufträge, die keine Sprache brauchen.
- Lerne die Ruhezeiten und sieben Wörter.Zuverlässigkeit und «Grüezi» sind schon fast die ganzen Schweizer Umgangsformen.
Ja, 100 % und acht Stunden.
Drei Türen, geordnet danach, wie leicht sie aufgehen.
Haushaltshilfe nach Stadt: Zürich CHF 27.30, Basel 25.20, Genf 23.10 pro Stunde im Schnitt. [8] Die zehn häufigsten Aufträge und ihre Tarife: Nebenjob am Wochenende: 10 Aufträge, die du sofort anbieten kannst.
Ausweis und Pensum.
Sechs Dinge, die anders sind – oder einfach schweizerisch.
- Zuerst der AusweisEU/EFTA-Pass oder Ausweis C: jeder Nebenjob. Ausweis B oder L aus einem Nicht-EU-Land, über einen Arbeitgeber erhalten: Bewilligung des Kantons vor einem zweiten Job; über den Familiennachzug mit einem Ehepartner aus der Schweiz oder mit Ausweis C erhalten: frei. Status S und F: mit Meldung. Die ganze Tabelle findest du in Ausweis B, C, L, G: Wer darf nebenbei arbeiten?. [1]
- Quellensteuer doppelt – informiere beide ArbeitgeberMit Ausweis B/L zieht jeder Arbeitgeber Quellensteuer ab. Seit 2021 hängt der Satz von deinem Gesamtpensum über alle Jobs ab; ein Arbeitgeber, der den anderen Job nicht kennt, nimmt 100 % an und zieht zu viel ab. Nenne jedem Arbeitgeber das Total. Über CHF 120 000 pro Jahr reichst du eine Steuererklärung ein; darunter kannst du bis 31. März eine beantragen, um Abzüge geltend zu machen. [2] [3]
- AHV ab dem ersten JobDein erster Arbeitgeber meldet dich bei der AHV an; ein zweiter Arbeitgeber zieht sie ebenfalls ab, ausser der Job bringt weniger als CHF 2 500 im Jahr. Eine Familie, die dich anstellt, zieht ab dem ersten Franken ab. Jedes Jahr zählt für eine Schweizer Rente – und wird ausbezahlt oder übertragen, wenn du wegziehst. [5]
- Unfälle: die 8-Stunden-RegelDein Hauptjob (8 h oder mehr) versichert deine Freizeitunfälle; der Nebenjob versichert Unfälle bei der Arbeit ab der ersten Stunde. Hast du nur kleine Jobs, schliesse die Unfalldeckung bei der Krankenkasse ein. [4]
- Ruhezeiten und SonntageLärm regelt die Hausordnung: meist kein Bohren, Staubsaugen oder Rasenmähen zwischen 22:00 und 07:00, in vielen Häusern auch über Mittag nicht, und nicht am Sonntag. Plane laute Aufträge für Nachmittage unter der Woche und Samstage – und sag dem Kunden, dass du die Regel kennst. [9]
- Sieben Wörter, die Türen öffnenNebenjob (Arbeit neben dem Hauptjob), Offerte (ein Kostenvoranschlag), Quittung (Beleg), Lohnausweis (die jährliche Lohnbescheinigung für die Steuererklärung), Ausgleichskasse (die AHV-Stelle), Stundenlohn (Lohn pro Stunde), Grüezi/Bonjour/Buongiorno – und Pünktlichkeit, die kein Wort ist, aber wie eines behandelt wird.
Die ganze Ausweis-Tabelle: Ausweis B, C, L, G: Wer darf nebenbei arbeiten?. Steuern auf Nebeneinkommen: Nebeneinkommen und Steuern. Die ersten Wochen im Land: Arbeiten in der Schweiz: der Start für Neuzugezogene.
Kurze Antworten.
Darf ich mit Ausweis B einen Nebenjob annehmen?
EU/EFTA-Bürger: ja, jeden Job, ohne Bewilligung. Drittstaatsangehörige, deren Ausweis B über einen Arbeitgeber kam: zuerst beim kantonalen Migrationsamt nachfragen. Ehepartner aus Drittstaaten, die über den Familiennachzug mit einem Partner aus der Schweiz oder mit Ausweis C kamen: ja, frei.
Warum wird mein zweiter Job so hoch besteuert?
Die Quellensteuer wird auf deinem Gesamtpensum berechnet. Weiss dein zweiter Arbeitgeber nichts von deinem Hauptjob, nimmt er an, der Nebenjob sei dein einziger mit 100 %, und wendet einen höheren Satz an. Nenne jedem Arbeitgeber dein Gesamtpensum – und beantrage bis 31. März eine ordentliche Veranlagung, wenn zu viel abgezogen wurde.
Wo finden Expats in der Schweiz einen Nebenjob?
Englischunterricht und Hausaufgabenhilfe für Familien an internationalen Schulen, Haushaltsaufträge für Expat-Familien (Babysitting, Putzen, Hundespaziergänge) und die universellen Aufträge – Umzug, Montage, Garten, Lieferungen – über Plattformen wie Werkara. Tarife: CHF 25–45 für Haushaltsaufträge, CHF 35–60 für Englischstunden.
Bin ich im Nebenjob gegen Unfall versichert?
Im Nebenjob ab der ersten Stunde, über diesen Arbeitgeber. In der Freizeit über deinen Hauptarbeitgeber, wenn du dort 8 Stunden oder mehr pro Woche arbeitest; sonst über die Unfalldeckung deiner Krankenkasse.
Welche Schweizer Gepflogenheiten sollte ein Tasker kennen?
Sei auf die Minute pünktlich, grüsse und gib die Hand, halte die Ruhezeiten ein (22:00–07:00, Mittag, Sonntag), trenne den Abfall und schick nach der Zusage eine kurze Bestätigung. Zuverlässigkeit ist die Währung.

Jeder Auftrag. Eine App.
Werkara verbindet Menschen, die Hilfe rund ums Haus brauchen, mit geprüften Taskern in der Nähe. Registriere dich in wenigen Minuten und erhalte deinen ersten Auftrag noch diese Woche.
Tasker werdenWoher die Regeln stammen.
- [1]Staatssekretariat für Migration (SEM) — Weisungen AIG, Kapitel 4 — Erwerbstätigkeit: EU/EFTA frei; Bewilligungen für Drittstaaten an den Arbeitgeber gebunden; Familiennachzug. www.sem.admin.ch
- [2]Kanton St. Gallen, Steueramt — Quellensteuer FAQ — bei mehreren Arbeitgebern richtet sich der Satz nach dem Gesamtpensum; informiere jeden Arbeitgeber über die anderen Jobs. www.sg.ch
- [3]Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) — Besteuerung an der Quelle — ordentliche Veranlagung ab CHF 120 000 oder auf Antrag bis 31. März. www.estv2.admin.ch
- [4]Bundesamt für Gesundheit (BAG) — Unfallversicherung — wer obligatorisch versichert ist; Nichtberufsunfall-Deckung ab 8 Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber. www.bag.admin.ch
- [5]Informationsstelle AHV/IV — Merkblatt 2.01 / 2.06 — AHV ab dem ersten Job; Grenze von CHF 2 500 für geringe Löhne; Haushalte ziehen ab dem ersten Franken ab (2026). www.ahv-iv.ch
- [6]knows.com — Stundenlohn Schweiz — Haushaltsaufträge CHF 25–50 pro Stunde. www.knows.com
- [7]Nachhilfe-Vergleich Schweiz — Kosten Nachhilfe — Preise für Sprachnachhilfe. nachhilfe-vergleich-schweiz.ch
- [8]Blick — Haushalts-Report — Haushaltshilfe nach Stadt: Zürich CHF 27.30, Basel 25.20, Genf 23.10. www.blick.ch
- [9]ch.ch – die Schweizer Behörden online — Leben in der Schweiz — Ruhezeiten, Abfall, Nachbarn. www.ch.ch